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Fachartikel


Psoriasis


Psoriasis und Beruf

| Bild: Bild: Eine mit Psoriasis befallene Hand |
In Deutschland leiden ungefähr 1,5 Millionen Menschen an der Schuppenflechte (medizinischer Fachbegriff: Psoriasis). Damit ist diese Erkrankung etwa so häufig wie Diabetes. Als Ursache dieser nicht ansteckenden Krankheit wird eine erbliche Veranlagung im Zusammenhang mit verschiedenen Umweltfaktoren angenommen. Sichtbar wird die Schuppenflechte für den Betroffenen häufig mit scharf begrenzten klein- oder großflächigen geröteten, verdickten Hautarealen, die mit silberweißen Schuppen bedeckt sind, bevorzugt an den Streckseiten der Arme und Beine, über dem Kreuzbein, am behaarten Kopf, aber auch in der Analregion. Typischerweise finden sich zusätzlich Nagelveränderungen mit Nagelverdickungen, „Tüpfeln“ und Gelbfärbungen der Nägel. Auch ein Gelenkbefall ist möglich.

Bei einer speziellen Form kommt es zum Auftreten von zahlreichen Pusteln an den Handinnenflächen und an den Fußsohlen (Psoriasis pustulosa).

Sogenannte provozierende Faktoren für eine Schuppenflechte können mechanischer Natur sein (z.B. Schuhwerk, scheuernde Kleidung, Prothesen), aber auch bestehende Kontaktallergien, Pilzerkrankungen, mitunter die Art der Ernährung, eine HIV- Infektion und sogar die Einnahme bestimmter Arzneimittel.

Die Betroffenen leiden oft sehr unter ihrem veränderten „Hautbild“. Zahlreiche Behandlungsformen existieren, die eine vorübergehende Abheilung der Hautveränderungen bewirken können, ein dauerhaftes „Allheilmittel“ gibt es jedoch bisher nicht.
Bei dem seltenen Auftreten der Psoriasis gerade an den Handinnenflächen und entsprechender beruflicher Tätigkeit des Betroffenen kann es auch einmal zu einer ungünstigen Beeinflussung oder Verschlimmerung der Schuppenflechte kommen, insbesondere wenn o. g. provozierende Faktoren zusätzlich mit einwirken. Die berufliche Tätigkeit selbst ist aber nicht die Ursache für diese Erkrankung. Dennoch ergeben sich insbesondere in Lebensmittelverarbeitenden Branchen oft Fragen nach Ansteckung, zur Produkthygiene oder zum richtigen Hautschutz. Auch die Akzeptanz durch Kunden, Kollegen und Vorgesetzte kann zu einem, den Arbeitsplatz gefährdenden, Problem werden.
Nur individuelle Beratung und individuelle Lösungen können hier Abhilfe schaffen. Berufsdermatologische und/ oder arbeitsmedizinische Beratungen sollten in solchen Fällen frühzeitig in Anspruch genommen werden. Arbeitsorganisatorische Maßnahmen und eine gute dermatologische Beratung können helfen mit dieser Erkrankung im Beruf gut zu Recht zu kommen.