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Allgemeine Infos zum Thema Haut


Auswahl von Schutzhandschuhen


Piktogramm
Beschreibung
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Schutz gegen chemikalische Gefahren Beständigkeit gegen Penetration und Permeation (chemische Gefahren mit Informationen)
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Eingeschränkter Schutz gegen chemikalische Gefahren wasserfeste Schutzhandschuhe und geringer Schutz gegen chemische Gefahren
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Schnitt- und Stichschutz
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Schutz gegen bakteriologische Kontamination
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Schutz gegen mechanische Gefahren
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Schutz gegen ionisierende Strahlung
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Schutz gegen Hitze und Feuer
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Antistatische Eigenschaften


Schutzhandschuhe der Kategorie 2 und 3 sind mit den entsprechenden Piktogrammen, welcher Norm sie entsprechen, gekennzeichnet. Dies können ein oder mehrere Piktogramme sein. Anhand der Piktogramme erhält der Benutzer wichtige Informationen zu den Leistungsmerkmalen seiner Handschuhe. Befindet sich noch ein „i“ auf oder neben dem Piktogramm, müssen noch weitere Informationen in der Gebrauchsanweisung beachtet werden.

Chemikalienschutzhandschuhe
Chemikalienschutzhandschuhe müssen vor irreversiblen, das heißt vor „bleibenden“ Gesundheitsschäden oder auch vor tödlichen Gefahren sicher schützen und sind daher der Kategorie 3 zugeordnet. Neben den o.g. Grundanforderungen muss für Chemikalienschutzhandschuhe eine Konformitätserklärung des Herstellers vorliegen. Sie sind mit dem Erlenmeyerkolben-Piktogramm gekennzeichnet.
Die DIN EN 374 definiert, wie ein Schutzhandschuh auf Permeation geprüft werden muss. Hierin wird beschrieben, wie lange eine von 12 Prüfchemikalien benötigt, um durch den Schutzhandschuh durchzudringen. Bei vollwertigen Chemikalienschutzhandschuhen muss die Durchbruchszeit bei mindestens 3 der 12 Prüfchemikalien größer als 30 Minuten, also Schutzindex Klasse 2, sein. Aber Vorsicht, die unter Laborbedingungen gemessenen Durchbruchszeiten sind nicht immer mit der maximalen Tragedauer nach Benetzen mit einem Gefahrstoff identisch.
Dennoch stellt ein normgerechter Chemikalienschutzhandschuh noch lange keine Eignungsgarantie für die jeweilige Tätigkeit dar. Im Sicherheitsdatenblatt finden Sie Hinweise zu Material und Tragedauer. Wenden Sie sich für mehr Information an die Hersteller von Schutzhandschuhen. Diese stellen Ihnen Handschuhdatenbanken zur Verfügung oder unterstützen Sie bei der Auswahl des richtigen Schutzhandschuhes. Wichtig ist jedoch, dass vorher durch die Gefährdungsanalyse alle Gefahrstoffe, die diese Tätigkeit betreffen, ermittelt wurden.
Nach Kontakt mit Gefahrstoffen sollten Chemikalienschutzhandschuhe entsorgt werden, da die Schutzfunktion durch die vorherige Einwirkung herabgesetzt oder sogar aufgehoben sein kann. Die Schutzhandschuhe können verspröden oder verkleben und dadurch unbrauchbar werden. Man nennt dies Degradation . Diese Eigenschaften müssen bei der Auswahl und beim wiederholten Gebrauch beachtet werden. Informationen über diese Materialeigenschaft können Sie bei den Herstellern einholen.

Flüssigkeitsdichte Schutzhandschuhe
Flüssigkeitsdichte Schutzhandschuhe mit dem Becherglaspiktogramm bieten einen geringeren Schutz gegen Gefahrstoffe als Chemikalienschutzhandschuhe. So konnten nicht für 3 der 12 Prüfchemikalien eine Durchbruchzeit von mehr als 30 Minuten nachgewiesen werden. Diese Schutzhandschuhe sollten nur zeitlich stark eingeschränkt für den Umgang mit Gefahrstoffen verwendet werden.

Schutzhandschuhe gegen Mikroorganismen
Schutzhandschuhe, die bei der Prüfung auf Penetration durch Bakterien und Pilzsporen bestimmte Leistungsstufen erreichen, sind mit dem Bio-Piktogramm gekennzeichnet. Dieser Schutz gilt jedoch nicht gegenüber Viren.

Handschuhmaterialien
Acht Basiswerkstoffe kommen für die Herstellung von Chemikalienschutzhandschuhen zum Einsatz. Durch Mischungen der Basisstoffe oder unterschiedliche Verarbeitung und Beimengung anderer Werkstoffe werden diese modifiziert. So erhalten die Schutzhandschuhe verschiedene Eigenschaften.
Die verschiedenen Handschuhwerkstoffe reagieren gegenüber den jeweiligen Gefahrstoffen sehr unterschiedlich. Auch die Schutzwirkung variiert gegenüber den Gefahrstoffen erheblich. So kann ein Schutzhandschuh gegen einen Gefahrstoff im günstigsten Fall über mehrere Stunden schützen, für einen anderen Gefahrstoff jedoch gar keinen oder nur kurzzeitigen Schutz bieten. Des Weiteren unterscheiden sich die Schutzhandschuhe verschiedener Hersteller bei gleichem Werkstoff erhebliche in ihrer Schutzwirkung. Informationen über diese Werkstoffe sowie deren Materialeigenschaften können Sie bei den Herstellern einholen. Diese stellen Ihnen Handschuhdatenbanken zur Verfügung oder unterstützen Sie bei der Auswahl des richtigen Schutzhandschuhes.

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